Lea Porcelain – Hymns To The Night

Lea Porcelain - HymnsTo The Night

Lea Porcelain – HymnsTo The Night

Offenbach, Frankfurt, Berlin, Cornwall. Irgendwo dazwischen ist das Debüt “Hymns To The Night” von Lea Porcelain entstanden. Über Tage, Monate, mittlerweile Jahre. Immer unterwegs, um den Sog ihrer Musik zu perfektionieren, präsentieren Julien Bracht und Markus Nikolaus nun das, was sämtliche Nostalgiker der Gegenwart beruhigt aufseufzen lässt. Konkret: vielleicht das beste Album des Jahres. Vom ersten Wort auf dem Papier, bis hin zur Produktion und Veröffentlichung – alles ist Lea Porcelain; Eigenregie im wahrsten und ursprünglichsten Sinne. Und ja, ein gewisser Zauber lebt auf dieser ersten Platte.

Das liegt zum einen sehr wahrscheinlich daran, dass Bracht und Nikolaus aus einem endlosen Repertoire an Bewährtem schöpfen. Joy Division und The Cure sind stets präsent: ihr Klang unverwechselbar, auch Jahrzehnte später. Sich davon inspirieren zu lassen ist legitim und nachvollziehbar. Was Lea Porcelain jedoch von Plagiat-Tätern abhebt, ist das Gespür ihre Musik auf eine mindestens genauso unverwechselbare Stufe zu heben. Vielleicht sogar einen Deut besser. Soviel Abwechslung auf einem Album erfährt man eher selten. “Out Is In” und “Similar Familiar” wummern ziemlich gut los, während “A Faraway Land” oder “Warsaw Street” ganz wunderbar den kleinen vergessenen Karton mit Erinnerungen öffnen. Und dann sind da noch Songs wie “A Year From Here”, die das Gesamtbild eines düsteren, wenngleich sehr getragenem Werk komplettieren. Lea Porcelain machen einfach alles richtig. So sehr es einen anfangs auch irritieren mag. “Hymns To The Night” treibt auf, treibt ab, driftet, mal mehr, mal weniger stürmisch. Sehr wahrscheinlich das beste Album diesen Jahres!

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